„Für uns ist entscheidend, die Fähigkeiten unserer Mitarbeitenden gesamtheitlich zu sehen und zu fördern“

Wie ist das Thema Gleichbehandlung in der Unternehmenskultur von ALPLA verankert?

Für ALPLA als Familienunternehmen waren die Grundsätze von Fairness und Toleranz bereits von Beginn an kulturell verankert. Durch das schnelle Wachstum gibt es dennoch Themen, an denen stetig gearbeitet werden muss. Mit dem Leadership Promise, welches auf den Säulen Vertrauen, Respekt, Potenzial und Resultat beruht, sowie den First Principles „Verlässlich sein“, „Probleme lösen“, „Entscheidungen treffen“ und „Effektiv kommunizieren“ wurde die angestrebte Führungskultur erstmals explizit verankert. Zudem beinhaltet unser Code of Conduct unter anderem, dass jeder von seinem Gehalt zumindest die täglichen Grundbedürfnisse abdecken kann sowie eine klare Abgrenzung von Diskriminierung jeglicher Art. Ein weiteres Ziel ist es, mehr Vielfalt in die Entscheidungsebenen zu bringen und zu etablieren. Dass dies nicht ganz einfach ist, ist auch der technischen Branche geschuldet.

Nicht nur für unsere Mitarbeitenden sorgen wir mit den genannten Maßnahmen für Chancengleichheit. Auch in der Gesellschaft wollen wir einen Beitrag leisten. Da Bildung für ALPLA eine Herzensangelegenheit ist, setzen wir uns mit dem Alwin Lehner Stipendium für faire Bildungschancen ein. Damit sollen vor allem Studierende aus wirtschaftlich benachteiligten Verhältnissen unterstützt werden.

 

„Ein Ziel ist es, offene Stellen weiterhin nach Qualität zu besetzen, parallel dazu aber die Diversität in verschiedensten Positionen zu erhöhen.“

 

Welche Herausforderungen und Chancen sehen Sie für ALPLA in Bezug auf die Mitarbeitenden und welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es?

Die wichtigsten Fragen, mit denen wir uns täglich beschäftigen, sind, wie wir unsere Mitarbeitenden am besten bei der persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung unterstützen können, wie wir sie langfristig im Unternehmen halten können und wie wir bei offenen Positionen die geeigneten Fachkräfte rekrutieren. Der Grund dafür, ein Unternehmen zu verlassen, ist bekanntlich oft nicht das Unternehmen an sich, sondern die eigene Führungskraft – aus verschiedensten Gründen. Durch regelmäßige Mitarbeitergespräche, in welchen die persönlichen Entwicklungsziele festgelegt und überprüft werden, wollen wir in einem offenen Dialog individuelle Entwicklungspläne festlegen. Unser Ziel ist es, die Stärken auszubauen und einzelne Schwächen, wenn vorhanden, zu verringern, um die richtigen Personen in die richtigen Positionen zu befördern. Prinzipiell stehen unseren Mitarbeitern bei ALPLA alle Türen offen. Durch die zahlreichen Standorte rund um die Welt ergeben sich auch hier immer wieder interessante Chancen.

Aus all diesen Aspekten ergibt sich am Ende im besten Fall eine langfristige Zufriedenheit der Mitarbeitenden und somit auch Erfolg für das Unternehmen. Denn wenn man Sinn in dem sieht, was man täglich macht, kann man auch erfolgreich sein und ist zufriedener.

 

Inwiefern hat die Corona-Pandemie die Arbeitswelt bei ALPLA verändert? Gibt es auch positive Entwicklungen, die sich für die Mitarbeitenden daraus ergeben haben?

Die letzten gut eineinhalb Jahre waren für uns alle eine Herausforderung. Aber es gibt auch Positives, das wir für die Zukunft mitnehmen können. So hat sich die stärkere Flexibilität in der täglichen Arbeit bewährt und wird auch weiter bestehen bleiben. Homeoffice ist dafür ein gutes Beispiel. Für uns geht es nun darum, die Aspekte der Flexibilität weiterzuentwickeln. Im Bereich der Führung und der Kommunikation hat sich viel getan und wird sich auch zukünftig noch viel tun. Es gilt, sowohl Führungskräfte zu schulen, um sich auf die neue Situation einzustellen, als auch die Mitarbeitenden zu unterstützen, noch selbstständiger und unabhängiger zu arbeiten. Ein großer Schritt für ALPLA war diesbezüglich die Einführung von Microsoft Teams im Sommer 2021. Dank des zentralen Workspace als Cloud-Lösung können wir weltweit zeit- und ortsunabhängig zusammenarbeiten. Dies erleichtert die Kooperation innerhalb der Teams im Homeoffice, aber auch die internationale Zusammenarbeit in der ALPLA Group.

Aus meiner Sicht verschwinden die Arbeitsplätze im Büro jedoch nicht – im Gegenteil. Diese bleiben wichtig, da die Zusammenarbeit im Büro auch eine soziale Komponente hat. Diese wird weiter gefördert, um einer sozialen Isolierung entgegenzuwirken. Und nicht alles ist virtuell möglich – bei Interviews oder Kundenterminen, bei denen es auch um Beziehungen geht, fehlen digital viele Informationen der nonverbalen Kommunikation. Schlussendlich wird es also wichtig sein, die richtige Mischung zu finden und die ALPLA Mitarbeitenden dabei zu unterstützen.

 

Die Erwartungen der Kunden an ALPLA steigen auch bezüglich der sozialen Standards. Wie können Sie diese Erwartungen erfüllen?

Das ist richtig, unsere Kunden fragen vermehrt an, was wir in Bezug auf unsere soziale Verantwortung machen. Aus diesem Grund gibt es immer wieder Audits zum Thema „Social Responsibility“ – teils von Kunden gewünscht, teils aus eigener Intention heraus. Da sehen wir, wo wir in Bezug auf die geforderten und definierten Standards – zum Beispiel im Bereich der Arbeitszeiten – stehen. Dass wir insgesamt auf einem sehr guten Weg sind, zeigt der Platinum-Score beim EcoVadis Sustainability Rating. Wir wollen uns aber nicht auf diesen Bewertungen ausruhen. Wichtig ist uns, dabei weiterhin auf unsere eigene Supply Chain zu schauen.

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