Ökologie & Umweltauswirkungen

„Den Energieaufwand möglichst gering halten“

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Martin Stark, Director Corporate Plant Engineering, kümmert sich gemeinsam mit seinem Team unter anderem darum, dass die ALPLA Werke mit dem richtigen Strom versorgt werden. Im Fokus stehen dabei eine möglichst hohe Energieeffizienz und der Einsatz von Strom aus erneuerbaren Quellen.

Herr Stark, welche Aufgaben hat die Abteilung Corporate Plant Engineering?
Unser Team ist für die Errichtung und den Betrieb der ALPLA Werke auf der ganzen Welt zuständig. Teil dieser umfassenden Aufgabe ist auch die Versorgung mit Strom.

Worauf achten Sie dabei besonders?
Am wichtigsten ist es, den Energieaufwand möglichst gering zu halten. Das gewährleisten wir durch die Optimierung von Produktionsabläufen, den Einsatz moderner, energiesparender Maschinen oder den Ersatz herkömmlicher Beleuchtung durch LED. Aber natürlich geht es auch darum, Strom aus fossilen Energieträgern wie Öl und Gas durch Strom aus erneuerbaren Quellen zu ersetzen. Es gibt Regionen, in denen das gut machbar ist, in manchen Ländern ist das schwieriger. In jedem Fall suchen wir immer nach der besten Lösung.

Wo betreibt ALPLA Photovoltaikanlagen?

Derzeit sind in Spanien, Italien, Griechenland, Österreich und Deutschland Photovoltaikanlagen im Einsatz. In Deutschland wurde 2018 eine Anlage in Vlotho-Exter installiert, in Österreich 2021 in Steinabrückl. Bei diesen Anlagen wird der aus Sonnenenergie gewonnene Strom direkt im Werk verwendet. Daneben befinden sich weitere Anlagen in Silvassa, Indien sowie in Dubai aktuell in Bau. Diese Anlagen sollen noch 2021 in Betrieb genommen werden.

Welche Möglichkeiten für Energie aus erneuerbaren Quellen nutzt ALPLA noch?

Seit Mai 2020 haben wir unser Ziel in Österreich erreicht und betreiben alle Produktionsstätten zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Quellen. Alle österreichischen Base Plants beziehen den Strom dabei aus Wasserkraft. Wir wissen auch, dass von Kundenseite die Nachfrage nach mit Ökostrom hergestellten Verpackungen stark zunimmt. Deshalb stellen wir auch weitere Werke nach eingehender Prüfung um. 2021 wurden zum Beispiel die deutschen Werke in Vlotho-Exter, Föritztal und Lübeck sowie unser Werk in Kroatien bereits auf Strom aus erneuerbaren Energieträgern umgestellt. Weitere Werke werden sukzessive folgen.

Eine weitere Option stellt Windkraft dar. In Mexiko sind wir zum Beispiel an einem Windpark beteiligt und können damit über 60 Prozent des Strombedarfs der dortigen Werke decken. Solche lokalen Kooperationen sind wichtig und ermöglichen wirtschaftliche Lösungen.

2020 konnten wir bereits 28 Prozent unseres globalen elektrischen Energieverbrauchs mit Strom aus erneuerbaren Quellen abdecken – 2019 waren dies noch 18 Prozent.

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Bis 2022 betreiben wir alle Produktionsstandorte in Österreich zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie.

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