Ökologie & Umweltauswirkungen

Kunststoff in der Umwelt

Littering, also die achtlose Verschmutzung der Weltmeere und Naturlandschaften, stellt eine der großen Herausforderungen unserer Zeit dar. Laut Studien gelangen jährlich über 8 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle in die Ozeane. Ein Großteil stammt aus Ländern, in denen es keine funktionierenden Abfallsammelsysteme gibt.
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Die aktuelle Situation ist einerseits eine große Gefahr für die Ökosysteme. Andererseits gehen durch den achtlosen Umgang wichtige Wertstoffe für die Industrie verloren. ALPLA hat keinen direkten Einfluss auf die Abfallwirtschaft oder darauf, wie Konsumenten Verpackungen nach dem Gebrauch entsorgen. Fest steht aber, dass nachhaltige Kreislaufwirtschaft Littering verhindert, Wertstoffe bewahrt, natürliche Ressourcen schont und Verbrauchern und Umwelt gleichermaßen Vorteile bietet. Dafür setzen wir uns ein.

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ALPLA setzt auf Recycling

Im Oktober 2018 unterzeichnete ALPLA das Global Commitment der New Plastics Economy. Die Ellen MacArthur Foundation trägt in Zusammenarbeit mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen diese Initiative. ALPLA hat sich im Rahmen des Global Commitments zu ambitionierten Zielen verpflichtet (Link: siehe Recycling und Kreislaufwirtschaft). Zudem investieren wir bis 2025 jährlich rund 50 Millionen Euro in den Bereich Recycling.

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ALPLA ist sich der großen Verantwortung für die Umwelt und nachkommende Generationen bewusst. Aus diesem Grund liegt es uns besonders am Herzen, die Bevölkerung daraufhin zu sensibilisieren, wie wichtig ein geschlossener Kreislauf in der Verpackungsindustrie ist.

Günther Lehner, Chairman of Company Advisory Board

Gemeinsam für die Umwelt

Unser Ziel ist es, die beste Verpackungslösung für die jeweilige Anwendung zu bieten. Selbstverständlich unterstützen wir unsere Kunden auch bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsziele. Gemeinsam mit Henkel arbeiten wir zum Beispiel mit „Plastic Bank“ zusammen. Dieses Sozialunternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, das Plastikmüllproblem in den Ozeanen zu bekämpfen und gleichzeitig Chancen für Menschen in Armut zu schaffen. Die lokale Bevölkerung kann dabei gesammelten Plastikabfall abgeben und gegen Geld oder Sozialleistungen eintauschen. Das gesammelte Material verarbeiten wir in unserem Recyclingwerk PET Recycling Team Wöllersdorf zu rPET (non-food approved) und verwenden dieses exklusiv für die Produktion neuer Verpackungen für Henkel.

Neben weiteren Projekten zur Verwertung des sogenannten Beach Plastic unterstützt ALPLA Umweltorganisationen (u. a. SeaCleaners, Waste Free Oceans), die sich gegen die Verschmutzung der Weltmeere einsetzen.

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Weltumwelttag: ALPLA engagiert sich für den Umweltschutz

1972 riefen die Vereinten Nationen am Eröffnungstag der ersten Weltumweltkonferenz in Stockholm den „World Environment Day“ aus. Seither schließen sich jährlich am 5. Juni rund 150 Nationen dieser Initiative mit Veranstaltungen und Aktionen an und auch ALPLA ist jedes Jahr mit dabei.

Das Thema des Weltumwelttages 2021 lautet „Wiederherstellung von Ökosystemen“ unter dem Motto „Neu denken, neu erschaffen, wiederherstellen“. Um auch einen positiven Beitrag zu leisten, haben wir wie bereits in den Jahren zuvor weltweit Aktionen organisiert. Mit der tatkräftigen Unterstützung unserer Mitarbeitenden setzten wir ein deutliches Zeichen zum Schutz der Umwelt. Weltweit folgen viele ALPLA Standorte jährlich dem Aufruf und beteiligten sich an Reinigungsaktionen. Mitarbeitende befreien Betriebsgelände und umliegende Flächen von Abfällen und entsorgen diese fachgerecht. Die Teams säubern auch ganze Strandabschnitte. Wir sind immer wieder überwältigt von der zahlreichen Teilnahme rund um den ganzen Globus und den positiven Rückmeldungen.

Da wir uns sehr bewusst sind, dass unser Geschäft auch Auswirkungen auf die Umwelt hat, wird ALPLA 2021 die Non-Profit-Organisation „SeaCleaners“ finanziell unterstützen. Diese sammelt Kunststoffmüll an den Küsten und im Meer und wandelt die Abfälle in wertvolle Ressourcen um.
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Wir fixieren ein Budget, um Initiativen zur Beseitigung von „Marine Litter“ finanziell zu unterstützen.

Case Studies

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Projektbeschreibung

2013 schloss sich ALPLA der Initiative Zero Pellet Loss (ZPL) an, um den Verlust kleiner Kunststoffteile in unseren Werken zu minimieren. Pellets sind kleine Kügelchen aus Rohkunststoff, die durch ihre Größe gerne in Spalten oder hinter Maschinen verschwinden oder sich in Schuhsohlen von Mitarbeitern festsetzen. Damit finden Sie den Weg in die Umwelt oder in Gewässer. Um dies zu verhindern, wurden verschiedenste Maßnahmen entwickelt und eingeführt, zum Beispiel speziell angefertigte Staubsauger, Auffangsysteme bei Silos oder maßgefertigte Abwassersiebe. Erfreulich ist, dass Zero Pellet Loss an immer mehr Standorten eingeführt wird. Nach Fußach, Dubai oder Berlin tritt nun auch ALPLA Mexiko dem Programm bei. Mit diesem Schritt positioniert sich ALPLA Mexiko als Vorreiter in Mexiko, was die Umsetzung von Maßnahmen betrifft, die den Verlust von Granulat in der Umwelt effektiv verhindern. In der Türkei (Cayirova) wird unter der Leitung von Salih Sancak, der Teil unseres Sustainability-Teams vor Ort ist, ebenfalls Zero Pellet Loss eingeführt. In Brasilien läuft das ZPL-Programm in allen Werken (Louveira, Itapevi, São Paulo, Duque de Caxias und Cabo de Santo Agostinho) – mit Ausnahme von Camo Grande, da dort nur Preforms verarbeitet werden. Um das ZPL-Programm an allen Standorten zu überwachen, wurde ein eigenes Dashboard eingeführt.

Projektbeschreibung

2018 engagierte sich ALPLA in einem Schulprojekt in Polen, um Kindern Recycling und dessen Bedeutung zu vermitteln. „In Polen sind die Abfallwirtschaft und das Recycling von Wertstoffen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern nicht besonders ausgereift“, erklärt Piotr Popiel, Operations Manager im ALPLA Werk Zywiec, und ergänzt: „Daher ist es wichtig, die Bevölkerung aufzuklären. Und am besten beginnt man bei den Kindern.“ Mehr als 100 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen acht und zwölf Jahren besuchten in Begleitung ihrer Lehrer das Werk in Zywiec. Hier lernten sie nicht nur, wie Recycling funktioniert. Sie konnten alle Materialien wie Kunststoffgranulat, Preforms und Verpackungen anfassen und damit den Wertstoffkreislauf spielerisch begreifen. Der Höhepunkt für die Teilnehmer war die Führung durch das Werk. Die Kinder waren sich abschließend einig: „Recycling ist wichtig und jeder kann bei sich zu Hause damit anfangen.“